Weiterentwicklung des Energieholzanbaus

AgroForNET Projekt Technische Universität Dresden

Land- und forstwirtschaftliche Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit dem Anbau von Energieholz Kurzumtriebsplantagen und der Gewinnung von Energieholz aus dem Wald oder Landschaftspflegematerial haben, sind in den Projektregionen entscheidend für den Auf- oder Ausbau Energieholz basierter regionaler Wertschöpfungsketten. Sie sind mit ihrem Know-How Vorbilder und Multiplikatoren für andere Interessierte, Keimzellen für die Vernetzung mit anderen und wichtige Akteure für die Entwicklung und Implementierung neuer Geschäftsmodelle.
Ziel des IB Biomasseconsulting ist es, ihr langjähriges technisches und organisatorisches Know-How in der Anlage, Pflege und Bewirtschaftung von Energieholz auf Kurzumtriebsplantagen in den Aufbau von regionalen Wertschöpfungsketten sowie in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle einzubringen. Das IB Biomasseconsulting:

  • bringt Pflanzmaschinen und Personal in die technische und
    organisatorische Realisierung regionaler Wertschöpfungsketten ein
  • demonstriert Maschineneinsatz und Arbeitsabläufe der Kurzumtriebsbewirtschaftung
  • beteiligt sich an der regionalen und partnerspezifische Anpassung
    der Geschäftsmodelle
  • ist aktiv an der Vernetzung von Energieholz Produzenten und Verwertern

www.energieholz-portal.de/161-0-Praxis.html

 

EU-Projekt ROD-PICKER

Kurzumtriebsplantagen (KUP), in denen schnellwachsende Baumarten wie Weiden oder Pappeln als Bioenergiequelle kultiviert werden, sind sehr effiziente Biomasse-Produktionssysteme mit vielen Vorteilen für die Umwelt. So werden die biologische Vielfalt erhöht und der Schutz des Bodens und die Stabilisierung des regionalen Klimas verbessert. Das Projekt ROD-PICKER hat sich zur Aufgabe gemacht, ein automatisiertes Ernte- und Verarbeitungssystem für Energieholz Mutterquartiere zu entwickeln, das die Ernte, das Sortieren und Verpacken der Ruten kombiniert, und so den Erntevorgang effizienter gestaltet. Um die Nachfrage wirtschaftlich befriedigen zu können werden hier dringend kosteneffiziente Erntetechniken benötigt. Derzeit erfolgen Beerntung, Sortierung und Verpackung allerdings noch von Hand oder mit selbstgebauten Prototypen, wodurch der Bedarf, insbesondere in naher Zukunft, nicht befriedigt werden kann.
Von der in ROD-PICKER zu entwickelnden Methode wird eine Vervielfachung der Erntegeschwindigkeit erwartet. Ziel ist ein automatisiertes System für europäische Energieholz Produzenten, um durch Zeit- und Kostenreduzierung eine umfassende Implementierung von Energieholz in Europa zu ermöglichen. Der zu entwickelnde Prototyp soll alle im Zuge der Beerntung anfallenden Prozesse vereinen und gleichzeitig mit den existierenden Verarbeitungs- und Transportgeräten kompatibel sein. Mit der kosteneffizienten Produktion von Stecklingen könnte die Energieholz Produktion im europäischen Biomassesektor um 30 % jährlich gesteigert werden, während die Produktions-Effizienz im Vergleich zu manuellen Erntemethoden um mindestens 500% gesteigert werden soll. Eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit europäischer Landwirte würde Jobs in ländlichen Gegenden erhalten sowie neue Stellen in der Produktion, Instandhaltung und Operation der vorgeschlagenen Systeme hervorbringen. Feldversuche mit ROD-PICKER wurden im Februar 2014 in verschiedenen sächsischen Mutterquartieren durchgeführt.
Alle am Projekt beteiligten kleinen und mittelständischen Unternehmen sind im Bereich der Produktion landwirtschaftlicher Erntemaschinen und Zubehör, der Kultivierung von Energieholz  oder der Biomasse-Produktions-Kette  aktiv. Projekt-Koordinator von ROD-PICKER ist Egedal Maskinfabrik A/S aus Dänemark. Die weiteren am Projekt beteiligten Partner sind Salixenergi Europa AB aus Schweden, die Polytechnische Universität Din Timisoara aus Rumänien sowie aus Deutschland Lempe GbR., die Technische Universität Dresden und das ttz Bremerhaven, das für die Forschung und technologische Entwicklung inklusive der wissenschaftlichen Koordination zuständig ist. Das Projekt wird im siebten Rahmenprogramm der Europäischen Union als „Research for the benefit of SMEs“ gefördert. Eines der Hauptziele dieses Programms ist die Stärkung industrieller Wettbewerbsfähigkeit europäischer KMU. Das Projekt läuft von Oktober 2012 bis September 2014.

www.rod-pcker.eu

Zum Rodpickerfilm über die Sortiereinheit